Nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt ragen die Picos de Europa auf. Der Norden Spaniens hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Asturien ist urig, echt und unverfälscht. Dies spiegelt sich in der unberührten Natur um das Massiv der Picos de Europa wider: schroffe Gipfel, tiefe Schluchten, blühende Wiesen, über Felsen stürzende Wasserfälle, üppige Wälder und weite Wiesen – hier finden Sie noch Wildnis pur! Mehr als zweihundert Gipfel sind über 2000 m hoch. Der Nationalpark dient als Rückzugsgebiet vieler bedrohter Tierarten – Steinadler, Geier, Auerhahn, Gämsen, Wölfe, ja sogar Bären haben hier eine Heimat gefunden.
5 Wandertage, 1 freier Tag. Die Wanderungen sind mittelschwer bis anspruchsvoll mit einer reinen Gehzeit von 5 bis 8 h. Trittsicherheit für Wanderungen auf steinigen, unebenen Untergründen wird ebenso vorausgesetzt wie eine gewisse Schwindelfreiheit. Die letzten Anstiege auf die Gipfel sind teils recht steil. Bei einer Wanderung müssen an manchen Passagen die Hände zu Hilfe genommen werden, wobei Ihre Wanderführer Ihnen hilfreich zur Seite stehen. Die Wegstrecken sind zwischen 8 und 14 km lang. Der höchste Punkt der Wanderwoche liegt auf 2000 m. Maximal zu bewältigende Höhenunterschiede: +1000/ –1200 Hm
Juni – September
Ein absoluter Höhepunkt der Reise ist das familiengeführte und gemütliche Hotel in Arenas de Cabrales. Es liegt in der ländlichen Umgebung von Arenas, nur fünf Gehminuten vom Dorfzentrum entfernt, und verfügt über eine begrünte Gartenterrasse, die an die hoteleigene Bar angeschlossen ist. Sie wohnen in einfachen, aber gemütlichen Zimmern, die über ein eigenes Badezimmer, TV und WLAN verfügen. Das Restaurant bietet einen fantastischen Ausblick zum höchsten Gipfel der Picos. Die Besitzer des Hotels haben traditionelle Gerichte aufgepeppt mit Zutaten und Gewürzen aus aller Welt und zaubern wahre Gourmetgerichte. Frischer Fisch kommt von der nur eine halbe Stunde entfernt gelegenen Küste.
hre Reiseleiterin holt Sie am Flughafen Bilbao ab und bringt Sie direkt ins Herz der Picos zu Ihrem Hotel in Arenas de Cabrales, das inmitten des Nationalparks mit herrlichem Panoramablick gelegen ist. Beim ersten gemeinsamen, typisch asturischen Abendessen und einem Glas Sidra, dem einheimischen Apfelwein, lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen.
Ihr erstes Wanderabenteuer beginnt: Vom Hotel aus geht es zu Fuß auf den Hausberg von Arenas, den Juan Robre. Eine eindrucksvolle Wanderung, bei der Sie einen ersten Eindruck von den Picos erhalten: alpine Wanderwege, Hirtendörfer, das Klingeln der Kuhglocken und Geier, die über Ihren Köpfen kreisen – ein perfekter Beginn für die Wanderwoche!
Der Peña Main ist einer der aussichtsreichsten Gipfel der Picos de Europa – von ihm haben Sie einen fantastischen Blick auf das Zentralmassiv mit dem Urriellu-Gipfel. Der Abstieg verläuft durch dichten, märchenhaften Wald. Hier lässt sich der wahre Charakter der Picos erahnen: Wildnis pur! Der Nationalpark dient als Rückzugsort vieler bedrohter Arten, und mit etwas Glück sehen Sie unterwegs sogar den einen oder anderen Auerhahn.
Heute erreichen Sie den mit 2000 m höchsten Gipfel Ihrer Wanderwoche, den Zwillingsgipfel des Mancondiu. In der ehemaligen Bergbauregion passieren Sie alte Stollen, und auch die Berghütte ist ein Relikt aus der Zeit der Goldgräber. Vor allem die Gämsen lieben dieses felsige Kalksteingebirge. Beim Aufstieg ist es teils erforderlich, die Hände zur Hilfe zu nehmen, doch die Anstrengung lohnt sich: Am Gipfel liegt Ihnen das Zentral- und das Ostmassiv der Picos de Europa zu Füßen – eine Aussicht, für die manch Bergsteiger seine Seele verkaufen würde!
Heute haben Sie die Qual der Wahl: Berge oder frische Meeresluft genießen. Gern organisiert Ihre Reiseleitung einen Transfer an die Küste nach Llanes – für viele ist Llanes Asturiens schönste Stadt. Oder Sie unternehmen eine atemberaubende Schluchtenwanderung (ebenfalls optional). Der Cares-Trail, der absolute Klassiker und einer der beliebtesten Wanderwege Spaniens, wird jedes Jahr von Tausenden Bergfreunden begangen, was seiner Schönheit allerdings keinen Abbruch tut. Er wird auch als „Juwel in der Krone der spanischen Wanderwege“ bezeichnet. Die Wegstrecke von 12 km wurde in den 1940er Jahren als Teil eines Wasserkraftwerks in die Felswand gesprengt. An einigen Passagen erheben sich die umliegenden Gipfel mehr als 2000 m über dem Pfad, und mit etwas Glück erblicken Sie einen der seltenen Mauerläufer-Vogel. Die Rückfahrt ist mit dem Taxi möglich (Extrakosten).
Der markante Berg mit seiner 550 m senkrecht aufragenden, glatten Westwand und dem scheinbar ebenen Gipfel gilt als die Wiege des hochalpinen Bergsports in Spanien. Die Asturianer nennen ihn Urriellu – der steile Zahn. Die Wanderung zur Berghütte von Naranjo de Bulnes ist ein ganz besonderer Höhepunkt der Woche. Die Aussicht wird Sie sprachlos machen: rundherum Giganten aus Fels und Gestein. Und an sonnigen Tagen glitzert das kantabrische Meer am Horizont.
Vor über 2000 Jahren weiteten die Römer ihr Imperium bis auf die Iberische Halbinsel aus. Der bergige Norden erwies sich jedoch als schwieriges Terrain, die Asturier als eigenwillig und den Fremden gegenüber kaum aufgeschlossen. Entsprechend wenige römische Bauwerke sind erhalten. Doch die Asturier bauten Gold im Gebirge ab, und dafür legten sie die noch deutlich erkennbare Römerstraße (Calzada romana) an. Heute wandeln Sie auf den Spuren der Zeit. Vorbei an Meilensteinen und den urigen Bergdörfern treten Sie den letzten Abstieg nach Arenas an. Beim Abschiedsessen in Ihrem schönen Hotel in Arenas lassen Sie die Reise am Abend gemütlich ausklingen.
Heute genießen Sie Ihr letztes Frühstück mit Blick auf das Massiv der Picos de Europa, bevor der Transfer Sie zurück nach Bilbao zum Flughafen bringt. Eine Reise mit vielen besonderen Momenten und wunderschönen Wandererlebnissen geht zu Ende.












